San José: Verena Misch berichtet aus San José (Costa Rica)
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Sprachreise nach Costa Rica, San José:

Am Freitagabend kam ich sehr spät bei meiner Gastfamilie in San Pedro an. Das Haus meiner Gastfamilie war klein und gemütlich und ich fühlte mich sofort wohl. Während meiner Sprachreise lebte ich bei einem älteren Ehepaar und ihrer Enkeltochter. Die berüchtigte Gastfreundschaft der „Ticos“ bestätigte sich schnell, denn meine Gastfamilie lernte ich vom ersten Augenblick an als offenherzig und liebenswürdig kennen und ich schloss sie schon sehr bald ins Herz. Am Montag begann die Sprachschule. Ich wurde von meinem Gastvater zur Schule begleitet, der mir zeigte welchen Bus ich nehmen musste und wo es lang ging. Um 8 Uhr traf ich mit den anderen Neuankömmlingen an der Schule ein. Uns wurde eine Einleitung gegeben und man zeigte uns die Schule, ebenso wurde ein Sprachtest zur Einschätzung unseres bisherigen Spanisch-Könnens durchgeführt. Bevor ich nach Costa Rica kam, konnte ich übrigens so gut wie kein Wort Spanisch. Nachdem alle Neuankömmlinge in die Gruppen eingeteilt worden waren, lernten wir unsere neue Professorin kennen und begannen mit dem Spanisch lernen. Von da an hatte ich jeden Montag - Donnerstag von 9 – 12 Uhr in einer kleinen Gruppe (Anfangs 4, später 6 Leute) Unterricht. Der Unterricht wurde kreativ und sehr gut gestaltet, so dass man wirklich schnell und effektiv lernen konnte und trotzdem noch Spaß dabei hatte. Nach dem Unterricht gab es alle möglichen Aktivitäten, wie zum Beispiel die Tanzkurse an der Schule, die wirklich Spaß machten, oder Yoga. Ansonsten konnte man auch einfach zur San Pedro Mall (ca. 8 min. zu Fuß entfernt) gehen, zum Essen, Shoppen oder auch ins Kino, oder mit einem der Busse nach San José ins Zentrum fahren, um sich das National Theater anzugucken oder in einem der Parks einfach die Sonne und die Lebensfreude der Menschen zu genießen. Mit meiner Gastfamilie aß ich jeden Tag gemeinsam Abendessen, wobei wir viel redeten. Meine Gastmutter aß mit mir gemeinsam Frühstück, weil mein Gastvater und meine Gastschwester zu der Zeit meistens bereits außer Haus waren. Das Essen war köstlich, insbesondere die Früchte in Costa Rica schmecken total frisch. Mal guckten wir auch einen Film oder ein Fußballspiel zusammen im Fernsehen an. Jedes Wochenende reiste ich mit meinen Freunden gemeinsam zu den verschiedensten Orten in Costa Rica. Bei der Vorbereitung und Planung der Trips war die Schule sehr hilfreich. Sie boten Informationen darüber, welche Orte am besten zu besuchen seien, welche Aktivitäten man dort unternehmen konnte und welches Hotel man am besten mieten sollte. Trotzdem war es schwer sich jedes Wochenende für eine Reise zu entscheiden, da es so viele Möglichkeiten gab: von Vulkanen, über atemberaubende Flüsse und Wasserfälle, Regenwälder, Strände und Inseln hat Costa Rica alles zu bieten. Die Busverbindungen von San José sind übrigens hervorragend und man kann so gut wie jeden Ort in Costa Rica problemlos erreichen. An meinem ersten Wochenende reiste ich nach La Fortuna, wo man den Vulkan Arenal betrachten und zu einem wunderschönen Wasserfall gehen konnte. Ein Highlight in La Fortuna waren die Baldi Hot Springs, Quellen, die vom Vulkan natürlich geheizt werden und es war toll in ihnen zu schwimmen und die Wärme zu genießen. Am selben Wochenende reisten wir noch weiter nach Monte Verde, wo man zum Beispiel eine Nachtwanderung durch den Regenwald machen und beobachten konnte, welche Tiere sich dort alle versteckten. Am nächsten Tag machten wir dann Ziplining und Bunjee Jumping, was für einen ziemlichen Adrenalinrausch sorgte. An einem anderen Wochenende entschieden wir uns nach Montezuma, einen kleinen Ort an der Pazifikküste, zu gehen. Es war atemberaubend. Die Strände waren wunderschön, wie aus einem Bilderbuch oder wie man sich das nun mal vorstellt, an einem richtigen Traumstrand. Es war auch unglaublich heiß an diesem Wochenende, somit konnte man sehr gut einfach im Wasser ausharren ;) Auch das „Städtchen“ an sich war sehr schön. Es bestand ungefähr aus 2 Straßen. Es gab tolle Restaurants und abends konnte man die berühmte (und auch einzige) Bar „Chicos“ besuchen, wo es super Musik gab und die auch direkt am Strand lag. In Montezuma konnte man zahlreiche Aktivitäten machen. Zum Beispiel zu einem Wasserfall gehen oder Schnorcheln bei der wunderschönen Insel Tortuga. Tortuga war ebenfalls ein Highlight und es lohnt sich auf jeden Fall dorthin eine Tour zu buchen, wenn man die Gelegenheit dazu hat. An meinem letzten Wochenende entschieden wir uns für einen Trip zur Karibikküste, nach Puerto Viejo, wo wir im Hotel „Pura Vida“ untergebracht waren. Puerto Viejo ist eine sehr nette kleine Stadt mit vielen Geschäften, Clubs und Bars und leider auch  vielen Mücken! Als wir am Freitag ankamen, besuchten wir eine Tierauffangstation in der Nähe von Puerto Viejo. Es war sehr interessant und von Faultieren, über Alligatoren bis hin zu Tukanen, gab es eigentlich fast jedes Tier zu sehen. Den Rest des Tages konnte man einfach an den Strand gehen, die Atmosphäre genießen, toll Essen gehen oder abends in einer der zahlreichen Bars tanzen. Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Tretmobil und fuhren zu den anderen Stränden in der Nähe von Puerto Viejo, wie zum Beispiel Punta Uva, wo wir später einen atemberaubenden Sonnenuntergang mit ansehen durften. Außerdem hatte Puerto Viejo noch tolle andere Aktivitäten zu bieten, wie zum Beispiel einen Ausritt am Strand, was wir am Sonntagmorgen dann auch taten. Es war atemberaubend über kilometerlange Karibikstrände zu reiten und zu galoppieren, bis man schließlich an einem tollen Aussichtspunkt ankam, von dem aus man die Strände und das Meer sehr gut sehen konnte. Später am Sonntag mussten wir dann leider unsere Sachen wieder packen und den Bus zurück nach San José nehmen. Gerne wäre ich noch viel länger in Costa Rica bei meiner tollen Gastfamilie und der tollen Natur geblieben, denn es gab noch so viel mehr Beeindruckendes zu sehen. Außerdem war ich am Ende meiner Sprachreise sehr überrascht, wie viel sich mein Spanisch in den 4 Wochen doch verbessert hatte. Eine Sprachreise nach Costa Rica kann ich jedem empfehlen der reiselustig, offen und interessiert an anderen Kulturen und Sprachen ist und an seinen Wochenenden gerne an einzigartige und atemberaubende Orte der Welt reist. Für mich hat es sich auf jeden Fall mehr als gelohnt und ich werde auf jeden Fall nochmal zurück kehren.